Nur weil ich Ökostrom bestelle, wird noch kein Kernkraftwerk abgestellt?

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Kurzfristig ist dies richtig. Je mehr Menschen aber Ökostrom bestellen, desto mehr muss produziert werden – und entsprechend erhöht sich dessen Anteil am Strommix. Es wird somit weniger Strom konventionell hergestellt. Bei einer grossen Nachfrage werden zusätzliche Produktionsanlagen für Ökostrom erstellt.

 

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Welchen Anteil an der Stromversorgung leistet die Sonnenenergie heute?

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Während in der Schweiz heute ca. 0.5 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs mit Solarstrom erzeugt wird, werden in Italien und Deutschland je ca. 5% mit der Sonnenkraft produziert. In der Gemeinde Schwyz beträgt dieser Anteil immerhin 1%.
Interessant ist der Vergleich der installierten Leistung pro Einwohner; In Deutschland sind 365 Watt pro Kopf installiert. Im Bundesland Bayern, welches sehr gut mit der Schweiz vergleichbar ist, sind es sogar deren 740 Watt pro Kopf, während es in der Schweiz gerade mal 44 Watt pro Kopf sind. In der Gemeinde Schwyz sind es deren 90 Watt pro Kopf. (Alle Daten Stand Ende 2012)

 

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Welchen Anteil an der Schweizer Stromversorgung kann die Sonnenenergie in Zukunft leisten?

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Solarstrom aus inländischen Photovoltaik-Anlagen deckt heute 0,5 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Bis zum Jahr 2025 soll dieser Anteil auf 20 Prozent oder 12 Milliarden Kilowattstunden (kWh) erhöht werden. Dieses ehrgeizige Ziel setzt sich der Branchenverband Swissolar. Damit liesse sich die Elektrizität aus den alten Atomkraftwerken in Mühleberg und Beznau, die zwischen 2019 und 2022 stillgelegt werden sollen, lückenlos ersetzen. Das illustrierte Swissolar-Präsident und SP-Nationalrat Roger Nordmann an der nationalen Photovoltaik-Tagung, die am 22. und 23. März in Baden stattfand. Bis 2040 will Nordmann den Solarstrom-Anteil sogar auf 40 Prozent erhöhen. Das reicht, um auch die jüngeren AKW in Gösgen und Leibstadt zu substituieren.
Weitere Details siehe "Swisolar-Potenzial-Solarenergie-in-der-Schweiz.pdf"

 

 

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Was ist Photovoltaik/Solarstrom?

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Solarstrom nennt man den Strom, der durch den photovoltaischen Effekt in Solarzellen erzeugt wird. Der Fachbegriff Photovoltaik (griechisch: Photo = Licht und Volt = Masseinheit für elektrische Spannung) steht für die Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie direkt in elektrischen Gleichstrom umgewandelt wird (Abkürzung: PV).
Beachten Sie auch die Swissolar Broschüre „Solarstrom, unerschöpfliche Energie

 

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Woraus besteht eine Solarstrom-Anlage?

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Zentrales Element einer Solarstrom-Anlage ist das Photovoltaik-Modul, in dem eine Anzahl Solarzellen miteinander in Serie geschaltet sind. Mehrere miteinander parallel geschaltete Module bilden den Generator. Bei Netzverbundanlagen wird der von den Solarzellen produzierte Gleichstrom in den Wechselrichter geführt, wo die Umwandlung in netzkonformen Wechselstrom (230 V) erfolgt. Dieser Strom wird anschliessend ins öffentliche Stromnetz via einen Zähler eingespiesen. Bei einer Inselanlage ohne Verbindung zum öffentlichen Netz wird der produzierte Gleichstrom hingegen in einer Batterie gespeichert und bei Bedarf von dort wieder bezogen.

 

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Was sind Solarzellen?

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Bei Solarzellen handelt es sich üblicherweise um dünne Scheiben aus Silizium. Durch gezielte Verunreinigung des reinen Siliziums mit Fremdatomen erhält man eine negativ leitende Schicht und eine positiv leitende Schicht. In der Übergangszone zwischen den beiden Schichten entsteht ein elektrisches Feld. Auf der Oberseite der Solarzelle befinden sich fingerförmige Frontkontakte, der Rückseitenkontakt dagegen besteht aus einer durchgehenden Metallfläche.

 

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Wie entsteht in einer Solarzelle aus Sonnenlicht Strom?

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Fällt Licht auf die Solarzelle, werden im Silizium Elektronen und Löcher (sog. Defektelektronen) erzeugt und durch das elektrische Feld getrennt. Die Elektronen werden dem Minuspol und die Defektelektronen dem Pluspol zugeführt. Verbindet man die Kontakte über einen elektrischen Verbraucher wie z.B. einem Kühlschrank, so wandern die Elektronen über den äusseren Stromkreis zum Pluspol zurück – es fliesst elektrischer Gleichstrom.

 

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Was ist ein Wechselrichter?

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Er wandelt die vom Generator kommende Gleichspannung in Wechselspannung um, synchronisiert die Frequenz mit der des öffentlichen Stromnetzes, besitzt Überwachungseinrichtungen zur Trennung vom Netz bei Störungen und dient als Datenlieferant.

 

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Wie viel Energie produziert eine Solarstrom-Anlage?

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Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Energieertrag 1000 kWh pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr. Eine 3-kWp-Anlage produziert ungefähr den jährlichen Strombedarf eines 3- bis 4-Personen-Haushalts mit massvollem Stromverbrauch.

 

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Welche Lebensdauer hat eine PV-Anlage?

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Die Modulhersteller geben Garantien zwischen 20 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei 30-40 Jahren. Generell ist eine PV-Anlage sehr wartungs- und störungsarm.

 

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Wie werden PV-Anlagen entsorgt?

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Aufgrund der langen Lebensdauer der Module steht dieses Thema noch nicht im Vordergrund. Doch die Branche ist vorbereitet: Fast alle wichtigen Anbieter haben sich im Verband PV Cycle zusammengeschlossen, um ein freiwilliges Rücknahme- und Recyclingkonzept zu erarbeiten.

 

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Ich habe gehört, dass Solarmodule zu ihrer Herstellung mehr Energie benötigen, als sie jemals erzeugen können.

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Dieses Gerücht hält sich seit den Anfängen der Photovoltaik in den 50er Jahren hartnäckig. Damals wurden Solarmodule zur Stromversorgung von Satelliten eingesetzt, wobei der Energie-Rücklaufzeit kein grosser Stellenwert beigemessen wurde. Heute liegt diese je nach Technologie in unseren Breiten bei etwa 2 Jahren, Tendenz sinkend. Bezogen auf die lange Lebensdauer (über 30 Jahre!) also ein ausgesprochen guter Wert.
Weitere Details siehe „Swisolar Energie- und Umweltbilanz der Solarenergie“.

 

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